Der Reußenstein! Einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Kletterfels der Lenninger Alb! Die historische Bedeutung des Felsens für den Klettersport ist unbestritten. Auch heute noch ist er das Wahrzeichen der Lenninger Kletterer und weit darüber hinaus.
Er ist bei Einsteigern genauso beliebt wie bei den routinierten Albkletterern und dient überregional für die Bergwachtbereitschaften als wichtiger Übungsfels. Drohen jetzt eine endgültige Sperrung und somit das Ende einer Ära? Zu befürchten ist dies.
Aber vielleicht kurz von Anfang an. Seit 2014 und somit seit nunmehr über 11 Jahren, sind die Wanderwege unterhalb der Burgruine aufgrund von drohendem Steinschlag und deshalb notwendigen Felssicherungsmaßnahmen gesperrt. Somit gab es auch eine -de facto- Sperrung des Burgfelsen für das Klettern. Dieses Jahr kam dann endlich Bewegung in die Sache. Nach einer jahrelangen Planungs- und Genehmigungsphase gab es im Spätsommer 2024 „grünes Licht“ für die Felssicherungsmaßnahmen und somit auch für eine anschließende Öffnung der Wanderwege. Gute Aussichten würde man meinen.
Nun steht der Reußenstein jedoch in einem der sensibelsten Naturräume der Alb und aufgrund der schützenwerten Flora und Fauna handeltes sich um ein europarechtlich geschütztes FFH-Gebiet. Das Landratsamt ist aus diesem Grund verpflichtet, für die durch die Felssicherungsmaßnahmen beeinträchtigten Lebensräume (konkret geht es um den streng geschützten Lebensraumtyp Kalk-Pionierrasen) Ausgleichsflächen schaffen und hat entschieden, den Burgfelsen als solche zu verwenden und ihn daher dauerhaft für das Klettern zu sperren. Ob die Sperrungen auch den Mittelfelsen Südostfelsen und sogar den Neidlinger Felsen betreffen, lässt sich aus den vorliegenden Dokumenten weder sicher bestätigen noch ausschließen.
Der DAV-Landesverband, die IG-Klettern Schwäbisch Alb, der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz im Lenninger Tal, sowie die im Gebiet aktiven Bergwachtbereitschaften haben deshalb zur Klärung der Zukunft des naturverträglichen Klettersportes am Reußenstein die Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Esslingen um einen Gesprächstermin gebeten. Dieser Termin wird Anfang Februar 2026 stattfinden.
Hier werden wir die klare Forderung stellen, den Klettersport in Einklang mit den naturrechtlichen Bestimmungen durch gemeinsame Maßnahmen und Lösungsansätze (Umlenkung von Kletterrouten, Besucherlenkung etc.) weiter zu ermöglichen.
Es bleibt zu hoffen, dass wir gemeinsam eine Lösung finden und der Reußenstein auch weiterhin das Wahrzeichen für das Klettern auf der Lenninger Alb bleibt und nicht, wie so viel andere Felsen, zu einem Denkmal wird.
Er ist bei Einsteigern genauso beliebt wie bei den routinierten Albkletterern und dient überregional für die Bergwachtbereitschaften als wichtiger Übungsfels. Drohen jetzt eine endgültige Sperrung und somit das Ende einer Ära? Zu befürchten ist dies.
Aber vielleicht kurz von Anfang an. Seit 2014 und somit seit nunmehr über 11 Jahren, sind die Wanderwege unterhalb der Burgruine aufgrund von drohendem Steinschlag und deshalb notwendigen Felssicherungsmaßnahmen gesperrt. Somit gab es auch eine -de facto- Sperrung des Burgfelsen für das Klettern. Dieses Jahr kam dann endlich Bewegung in die Sache. Nach einer jahrelangen Planungs- und Genehmigungsphase gab es im Spätsommer 2024 „grünes Licht“ für die Felssicherungsmaßnahmen und somit auch für eine anschließende Öffnung der Wanderwege. Gute Aussichten würde man meinen.
Nun steht der Reußenstein jedoch in einem der sensibelsten Naturräume der Alb und aufgrund der schützenwerten Flora und Fauna handeltes sich um ein europarechtlich geschütztes FFH-Gebiet. Das Landratsamt ist aus diesem Grund verpflichtet, für die durch die Felssicherungsmaßnahmen beeinträchtigten Lebensräume (konkret geht es um den streng geschützten Lebensraumtyp Kalk-Pionierrasen) Ausgleichsflächen schaffen und hat entschieden, den Burgfelsen als solche zu verwenden und ihn daher dauerhaft für das Klettern zu sperren. Ob die Sperrungen auch den Mittelfelsen Südostfelsen und sogar den Neidlinger Felsen betreffen, lässt sich aus den vorliegenden Dokumenten weder sicher bestätigen noch ausschließen.
Der DAV-Landesverband, die IG-Klettern Schwäbisch Alb, der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz im Lenninger Tal, sowie die im Gebiet aktiven Bergwachtbereitschaften haben deshalb zur Klärung der Zukunft des naturverträglichen Klettersportes am Reußenstein die Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Esslingen um einen Gesprächstermin gebeten. Dieser Termin wird Anfang Februar 2026 stattfinden.
Hier werden wir die klare Forderung stellen, den Klettersport in Einklang mit den naturrechtlichen Bestimmungen durch gemeinsame Maßnahmen und Lösungsansätze (Umlenkung von Kletterrouten, Besucherlenkung etc.) weiter zu ermöglichen.
Es bleibt zu hoffen, dass wir gemeinsam eine Lösung finden und der Reußenstein auch weiterhin das Wahrzeichen für das Klettern auf der Lenninger Alb bleibt und nicht, wie so viel andere Felsen, zu einem Denkmal wird.
Es bewegt sich etwas
Am 05.02.2026 fand im Landratsamt Esslingen ein Treffen zwischen den zuständigen Behördenvertreterinnen und-vertretern (Naturschutz, Denkmalschutz, Bauamt) und Interessensvertreterinnen und-vertretern des Kletterseite (Arbeitskreis Klettern und Naturschutz AKN Lenninger Alb, IG Klettern Schwäbische Alb, DAV-Landesverband BW, DAV-Sektion Stuttgart, Bundeskommission Klettern & Naturschutz, Bergwacht BW) und des Naturschutzes (Landesnaturschutzverband LNV AK Esslingen) statt. In freundlicher und guter Atmosphäre wurden Argumente für und gegen die am 30.09.2025 beschlossene Vollsperrung des Reußenstein für den Klettersport ausgetauscht. Von Behördenseite wurde glaubhaft signalisiert, dass diesbezüglich das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und Nachbesserungen zu Gunsten des Klettersports möglich sind. Bei einer für das Frühjahr geplanten Begehung, bei der auch das involvierte Gutachterbüro beteiligt sein soll, soll nach für alle Seiten vertretbaren Lösungen gesucht werden, die eine Kompensation der bei den Sanierungs- und Felssicherungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogenen prioritären Lebensräume gewährleisten und trotzdem so viel wie möglich an Klettermöglichkeit erhalten.






